Rodishain - Das "Drachenland"


Auf dieser Seite möchten wir Ihnen in vier Abschnitten kurz den kleinen Ort vorstellen, zu dem unser Haus gehört:

Allgemeines
Historisches
Sagenhaftes
Festliches




Allgemeines

Rodishain gehört zum Landkreis Nordhausen (und ab 2007 wohl auch zur Stadt Nordhausen) und damit zum Land Thüringen. Mit knapp 300 Einwohnern ist Rodishain ein sehr kleines Dorf, allerdings in einmaliger Lage. Abseits von Fernverkehrsstraßen und ohne Durchgangsstraße liegt der Ort in einem kleinen Tal zwischen dicht bewaldeten Bergen. Am Ortsende dürfen nur Wanderer und Radfahrer die dort beginnenden Waldwege nutzen.

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Historisches

Wann genau das Dorf Rodishain entstand, ist nicht bekannt. Die Kirchenbücher reichen bis in das 16. Jahrhundert zurück. Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes findet sich in einer Urkunde aus dem Jahr 1221, in der ein Heidenreich von Rodenhagen als Zeuge auftritt. Die ersten Siedler dürften sich hier zwischen 1190 und 1205 niedergelassen haben. Es handelte sich dabei um Bergleute, die vorwiegend nach Kupfer, aber auch nach Silber und anderen Erzen schürften.
Wenn die Deutung der Inschrift "IX68" auf der großen Glocke der Kirche mit 968 richtig ist (an anderer Stelle in der Kirchenchronik des Ortes wird sie mit 1468 übersetzt), müsste man den Ursprung von Rodishain noch viel früher suchen.
Die Rodishainer lebten ursprünglich vorwiegend vom umliegenden Wald. Hauptsächlich im Sommer, wenn die Waldarbeit zum großen Teil eingestellt war, arbeiteten viele Bewohner des Ortes im Bergbau. Mindestens seit dem 15. Jahrhundert und bis noch in die zwanziger und dreißiger Jahre des letzten Jahrhunderts wurde in den Wäldern um Rodishain Holzkohle hergestellt. Ältere Frauen und Kinder verdienten zusätzliches Geld durch den Verkauf von gesammeltem Holz oder Waldfrüchten nach Nordhausen. Die Landwirtschaft spielte immer nur eine untergeordnete Rolle. In der Regel wurde sie von den Familien lediglich für den eigenen Bedarf betrieben.

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Sagenhaftes

Ob Prinzessinnen, die bei der Flucht zu Pferd über tiefe Täler springen, Hexen, die nachts um riesige Feuer tanzen oder Kaiser, die seit Jahrhunderten in tiefen Höhlen auf bessere Zeiten warten - der Harz und sein Umland sind Heimat zahlreicher Sagen und Legenden. Und auch um kleine Orte wie Rodishain ranken sich geheimnisvolle Geschichten und ungelöste Rätsel.
Gab es hier früher Drachen? Von den Bewohnern der umliegende Orte wird Rodishain schon immer das "Drachenland" genannt. Der Drachen ist deshalb das "Wappentier" der Rodishainer und wird beim jährlichen Schützen- und Heimatfest auf einer Fahne präsentiert.
Feen und Zwerge hausen auf der Märchenwiese, die man erreicht, wenn man durch den Wald Richtung Rottleberode wandert. Auf dieser von sehr hohen Tannen umgebenen Lichtung finden sich verschiedene Hügel und Baumgruppen. Mit ein wenig Phantasie sehen die Wanderer hier seltsame Fabelwesen zusammenstehen, während sie dem geheimnisvollen Raunen des dunklen Waldes lauschen.
Der dicht beim Dorf gelegene Rädersee hat seinen Namen vom Räderwerk eines versunkenen Silberbergwerks, welches angeblich an der Stelle betrieben worden war. In der dazugehörigen Sage geht es um Habgier und Mord. Hier enthält die Geschichte einen wahren Kern, denn nach Silber wurde im Harz tatsächlich gegraben.

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Festliches

Ein Höhepunkt des Jahres ist das Schützen- und Heimatfest, natürlich mit Bierzelt, Karussell und Blasmusik. Zu diesem Sommer-Ereignis findet ein großer Festumzug statt, welcher wirklich sehenswert ist. Mit viel Liebe zum Detail stellen Rodishainer historische und Phantasie-Figuren dar. Zuschauer können dabei das Glück haben, dass "Bäcker" oder "Metzger" kleine Proben ihrer Handwerkskunst verteilen.
In der Region inzwischen gut bekannt und auch sehr gut besucht ist auch das jeweils am ersten Juliwochenende stattfindende Kinderfest der Elterninitiative "Drachenland Rodishain e.V." mit selbst ausgedachten Spielen, in Eigeninitiative angefertigten Spielgeräten und zahlreichen Preisen.



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